Automatisiertes gerichtliches Mahnverfahren (AGMV)

Geschrieben am 20.05.2017 um 17:24 Uhr

Automatisierte gerichtliche Mahnverfahren wurden 1982 mit dem Ziel eingeführt, die aufwändige manuelle Bearbeitung von Mahnsachen effizienter und kostengünstiger zu gestalten: Die Anträge werden ausschließlich am PC bearbeitet, das zeitraubende Ausfüllen von Formularen mit mehreren Durchschlägen entfällt. Die Qualität der Datenbearbeitung wurde ebenfalls gesteigert: elektronische Plausibilitätsprüfungen reduzieren die Fehlerquote. Bei Gericht verkürzt sich zudem die Bearbeitungszeit, weil auf Datenträgern eingereichte Anträge noch am Tag des Eingangs bearbeitet werden können. Eingereicht werden die Anträge beim AGMV entweder in Papierform auf speziellen, scannfähigen Vordrucken oder auf elektronischen Datenträgern wie Disketten, Magnetbändern oder -kassetten. Verschlüsselungen und Signaturen ermöglichen auch die Antragsstellung per Datenfernübertragung. Noch wird das AGMV nicht in allen Bundesländern eingesetzt. In den beteiligten Ländern erfolgt es jedoch grundsätzlich nach einheitlichen Regeln und auf Basis einer einheitlichen Software.

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