Spezialisierte Rating-Agenturen wie etwa J. P. Morgan, Standard & Poor’s oder Moody’s & Co ebenso wie Banken untersuchen die Bonität/Kreditwürdigkeit der Kreditnehmer. Ein Rating ist ein skaliertes Krediturteil über die zukünftige Fähigkeit und Bereitschaft eines Kreditnehmers zur fristgerechten Zins- und Kapitalrückzahlung. Das Ziel ist die Ermittlung von Ausfallwahrscheinlichkeiten. Im Fokus stehen Staatsanleihen, Bankanleihen und Unternehmensanleihen (Aktien) – darüber hinaus vergeben Agenturen auch Ratings für Geldmarktpapiere und seit einigen Jahren für Investmentfonds. Das Rating zählt bei der Wertpapieranalyse zu den entscheidenden Investitions-Kriterien. Die Benotung reicht von „ausgezeichnete Qualität” (AAA) bis zur Einstufung als hoffnungsloser Fall, „selective Default“ (SD). Bewertet werden jeweils sowohl qualitative (Rechtsform, Branche, Region, Mitarbeiterzahl, Marktstellung, Marktstrategie, Managementkompetenz etc.) wie auch quantitative (Kapitalstruktur, Finanzlage, Ertragslage, Umsatz, Marktanteile etc.) Parameter. Seit den Vereinbarungen von Basel II haben Ratings auch für die Kreditvergabe von Banken an kleine und mittlere Unternehmen an Bedeutung gewonnen. Vom Rating des jeweiligen Unternehmens kann es nun abhängen, wie hoch die Bank den jeweiligen Kreditzins ansetzt (› Basel II).