Mahnverfahren

Geschrieben am 22.05.2017 um 16:52 Uhr

Außergerichtliches / Kaufmännisches Mahnverfahren
Das außergerichtliche oder auch kaufmännische Mahnverfahren erfolgt schriftlich, telefonisch oder persönlich ( › Außendienst).
Ist der Schuldner eine Privatperson, muss mindestens eine Mahnung in schriftlicher Form erfolgen, bevor das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet werden kann. Dies kann unter Kaufleuten bei Nichtbezahlung der Forderung ohne zusätzliche Mahnung sofort nach Ablauf der gesetzlich festgelegten Zahlungsfrist von 30 Tage erfolgen.
Gerichtliches Mahnverfahren
Das gerichtliche Mahnverfahren eröffnet dem Gläubiger die Möglichkeit, sich bei einer unbestrittenen Forderung einen Vollstreckungstitel / Vollstreckungsbescheid ( Titulierung) zu verschaffen. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Schuldner in dem Verfahren weder Widerspruch noch Einspruch einlegt. Andernfalls muss der Gläubiger Klage einreichen. Hat der Schuldner in den vorgegebenen Fristen eines Mahnverfahrens weder Widerspruch noch Einspruch erhoben und liegt dem Gläubiger der rechtskräftige Vollstreckungsbescheid (Titel) vor, kann es zu Zwangsvollstreckungsmaßnahmen kommen. Unabhängig davon ist jederzeit eine Einigung zwischen den Parteien möglich.

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